Nightcaching

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Allgemeines[Bearbeiten]

Mit Nightcaching wird allgemein Geocachen bei Nacht umschrieben. Dabei werden vorzugsweise Caches gesucht, welche durch die Verwendung bestimmter Installationen nur nachts auffindbar sind. Durch die eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit bei Dunkelheit und die ungewohnte Umgebung werden Nachtcaches häufig als besonders stimmungsvoll wahrgenommen. Für Nightcaching eignet sich das Winterhalbjahr besser als das Sommerhalbjahr, die Dunkelheit dauert länger und es gibt weniger Probleme mit Vegetation, die Stationen verdeckt.

Eine Abwandlung der Nightcaches sind die Abendcaches, für die die Durchführung im Dunkeln lediglich eine Empfehlung ist, die aber tagsüber trotzdem gefunden werden können.

Viele Nachtcaches befinden sich in Jagdgebieten. Da Jagd in Deutschland nur in der Dämmerung stattfindet, sollte man in diesen Fällen zur Konfliktvermeidung erst bei völliger Dunkelheit losziehen.

Stationen[Bearbeiten]

Beispiele verschiedener Installationen, die nur nachts gefunden werden können:

  • Reflektor
    Reflektoren oder auch Katzenaugen genannt. Das Prinzip ist immer das gleiche: Die Lage der Station ist nur grob bekannt und man muss mit Hilfe einer Taschenlampe einen Reflektor meist in ca. 5 bis 100 Metern Entfernung finden. Reflektoren können sehr unterschiedlich gefertigt sein, von kleinen mit Reflektorfolie beklebtem Reißzwecken über Fahrrad-Speichenreflektoren bis hinzu 30 cm x 30 cm großen Prismenreflektoren reicht das Spektrum. Reflektoren können verschiedene Farben haben. Häufig wird eine Kette von Reflektoren zur Wegführung eingesetzt.
  • Wecker
    Im Gelände ist ein Gerät versteckt, das zu einer bestimmten Uhrzeit ein akustisches oder optisches Signal abgibt.
  • Ewiger Blinker
    Dies ist eine blinkende LED, deren Leuchtkraft so gering ist, dass man sie sehr schwer oder unmöglich am Tag ausmachen kann. Durch ein geschicktes Layout halten die Batterien dieser Installation meist mehrere Jahre. Eine Bastelanleitung.
  • UV-Markierungen
    Hierbei handelt es sich um Hinweise welche mit normalem Licht nicht sichtbar sind, aber mit UV-Licht sichtbar gemacht werden können. Diese Markierungen sind oft etwas versteckt angebracht, da die gängige UV-Farbe nicht sonnenlichtbeständig ist.
  • Laserpointer
    Der Verstecker installiert bei dieser Station eine Zielvorrichtung ähnlich der einer Schusswaffe. Der Nightcacher muss nun mit dem Laserpointer durch diese Vorrichtung zielen und findet an dem angeleuchteten Punkt weitere Hinweise.
  • Werbetafeln und Straßenbeleuchtung
    Nicht immer muss jeder Teil einer Station auch vom Verstecker installiert werden. Gerade bei urbanen Nightcaches werden gerne Elemente verwendet, die bereits vorhanden sind. Inwiefern diese in einen Cache integriert werden können ist eigentlich nur durch die Phantasie des Versteckers begrenzt.
  • Gegenlicht
    Ein Hinweis ist auf einem opaken oder transparenten Gegenstand so angebracht, daß er nur im Gegenlicht einer Taschenlampe oder einer anderen Lichtquelle sichtbar wird.
  • Fernsteuerung
    Über ein Kabel oder eine Funksteuerung leuchtet einige Meter entfernt ein Lämpchen auf oder ertönt eine Klingel. Hier kann ausgenutzt werden, daß es nachts nicht nur dunkel, sondern meist auch ruhig ist.

Lampen[Bearbeiten]

Neben einem GPS-Gerät ist der wichtigste Ausrüstungsgegenstand eine Lampe. Es gibt verschiedene Typen:

  • Stirnlampe
    Sinnvoll um von A nach B zu kommen ohne über die eigenen Füße zu stolpern. Einige Reflektoren können auch damit schon entdeckt werden.
  • Helle Taschenlampe
    Hier sind alle möglichen Fabrikate und Varianten im Einsatz. Unter Nachtcachern herrscht ein reger Informationsaustausch in diesem Bereich. Zum Nightcachen muß eine Lampe nicht besonders hell sein, sie sollte aber einen gut gebündelten Lichtstrahl haben. Ausreichende LED-Lampen gibt es schon um 10 Euro zu kaufen, die in Smartphones verbauten eignen sich jedoch nicht.
  • UV-Lampe
    Hier ist eine "richtige" Taschenlampe mit Reflektorkopf zu empfehlen. Diese haben eine wesentlich größere Reichweite als die einfachen UV-Leuchten mit vielen einzelnen LEDs. Teure 365nm-LEDs sind nicht notwendig, die verbreiteteren 390nm-Typen funktionieren mit den beim Cachen üblichen UV-Farben genauso gut.

Nachtcache im Einklang mit der Natur und den Gesetzen[Bearbeiten]

Immer wieder gibt es Diskussionen darüber was bei einem Nachtcache nicht angebracht ist. Wer einen Nachtcache plant, der sollte sich das Folgende einmal durchlesen und seine eigene Meinung bilden:

  • Reflektor
    Reflektoren kann man am besten mit Reißzwecken in der Rinde befestigen. Dies hat den Vorteil, dass die Borke nicht wesentlich beschädigt wird. Mit einem Hilfsmittel (Stab mit Magnet als Halter und Hammer) in 2-3 m Höhe angebracht sind sie sogar recht muggelresistent. Reflektorfolie haftet hervorragend auf blanken Reißzwecken. Rundreflektoren kannst du herstellen, indem du ein Kugelschreiberröhrchen (ca. 2 cm lang) beklebst und mit einem Naturgewebe oder lockerem Kabelbinder an einem Ast befestigst.
  • Reflektorstrecke
    Viele Geocacher sind der Ansicht, dass eine Reflektorstrecke quer durch den Wald zu einem Nachtcache dazu gehört. Diese sollte jedoch so angelegt sein, dass sie durch offenes Gelände (keine Brombeeren oder niedrige Sträucher) führt, um die darin Schutz suchenden Tiere nicht zu sehr zu bedrängen. Hochsitze und jagdliche Einrichtungen sollten auf jeden Fall gemieden werden. Das Wild ist daran gewöhnt, dass sich Menschen auf den Wegen befinden. Die Reflektorstrecke sollte daher in der Nähe eines Weges liegen. Gerade in der Brut- und Setzzeit (01.04. - 15.07.) sollten die Wege nach Möglichkeit kaum verlassen werden. Andernfalls läuft man als Geocacher Gefahr, über ein Rehkitz zu stolpern, das daraufhin ggf. durch die Mutter nicht mehr angenommen wird.
  • Schrauben und Nägel
    In lebende Bäume sollte man keine Schrauben und Nägel treiben. Wenn eine Befestigung in lebende Bäume nötig ist, solltest Du auf rostfreies und weiches Material (z.B. Aluminiumnägel) achten. Eisen und andere Metalle haben durch Korrosion einen negativen Einfluss auf den Baum. Der wohl wichtigste Grund ist jedoch: Ein Arbeiter kann beim Fällen des Baumes oder später im Sägewerk durch eine gerissene Motorsägenkette lebensgefährlich verletzt werden!
  • Baumstümpfe
    Prima geeignet für jede Art von massiv invasiven Veränderungen zum Verstecken oder für Stationen bieten sich Baumstümpfe oder tote Bäume an. Bitte beachte jedoch den obigen Punkt im Hinblick auf die Motorsägenkette bei abgestorbenen Bäumen.
  • Draht oder Kabelbinder
    Zur Befestigung von allerlei Material an lebenden Bäumen solltest du darauf achten, dass der Baum wächst. Insbesondere fest sitzender Draht und Kabelbinder werden die Borke schädigen. Daher sollte der Baum an der aufliegenden Stelle z.B. durch etwas Gartenschlauch o.ä. abgepolstert werden und mindestens so viel Spiel um den Ast oder Baum vorhanden sein, dass es bis zur übernächsten Wartungsrunde ausreicht.
  • Jäger und Förster
    Der Wald darf zu Erholungszwecken von jedem rund um die Uhr genutzt werden. Die jeweiligen Forstgesetze schränken dies jedoch ein, zum Beispiel kann in Aufforstungsgebieten oder in Gegenden mit Holzeinschlag der Zugang eingeschränkt werden. Ebenfalls ist gesetzlich festgesetzt, dass der Jagdbetrieb nicht gestört werden darf. Dies ist besonders um die Vollmondnächte relevant, da dies die bevorzugten Jagdtage sind. Ein Rudel Geocacher mit einem Maximum an Leuchtkraft kann das Wild quer durch den Wald in Panik treiben. Als Folge davon können sich Rehe in Wildzäunen verfangen und erhebliche Verletzungen davon tragen. Ebenfalls solltest du als Geocacher im Wald immer eine eingeschaltete Lampe oder ein Knicklicht in Kopfnähe haben, um Verwechslungen aus Sicht des Jägers mit Wild auszuschließen (Lebensgefahr, es sind schon Kühe als Wildsäue erschossen worden!).
  • Diskussion und Ergänzung
    Eine Diskussion dieser Dos und Don'ts bitte in den unten genannten Foren (vgl. Weblink zu Geoclub) führen oder in diesem Beitrag Ergänzungen vornehmen (Bitte auf die Grundsätze eines Wikis achten).

Weblinks[Bearbeiten]

Relevante Foren[Bearbeiten]