Cachetypen

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Traditional Cache[Bearbeiten]

Der am häufigsten anzutreffende Cachetyp. Beim Traditional werden die Koordinaten des Verstecks direkt veröffentlicht, so dass man ohne Umwege direkt zum Cache geführt wird.

Es gibt viele Gründe, Traditionals zu verstecken. Sowohl der flotte Quickie am Wegesrand als auch die Box am Ende einer langen Wanderung haben je nach Motivation des Suchenden ihre Berechtigung. Besonders erfreulich ist es jedoch in jedem Falle, wenn man an einen besonderen Ort geführt wird (im positiven Sinne), den man ohne Geocaching vermutlich nie erkundet hätte.

Leider kommt es immer wieder vor, dass Caches fälschlicherweise als Traditional veröffentlicht werden, obwohl sich das Versteck nicht direkt bei den veröffentlichten Koordinaten befindet. Dies ist sehr ärgerlich, wenn z. B. ein Cacher der entsprechenden Sprache nicht mächtig ist oder einfach nur die Koordinaten auf sein Navigationsgerät lädt. Er weiß dann nicht, was im Text steht, und sucht vergebens bei den veröffentlichten Koordinaten.

Multi Cache[Bearbeiten]

Beim Multi(-stage) Cache sind die Koordinaten des Versteckes (Final) zu Beginn der Suche nicht bekannt. Man muss sie sich erst durch das Finden verschiedener Stationen (Stages) "erarbeiten". Der Multi-Cache entspricht der klassischen Schnitzeljagd, wie sie die meisten Leute aus der Kindheit kennen. Hier ist es zwingend erforderlich, die Beschreibung genau zu lesen.

Bei einigen Multi-Caches sind die Koordinaten aller Stationen bereits vorgegeben, dann muß an jeder Station eine Aufgabe gelöst werden, aus den Ergebnissen werden am Ende die Koordinaten des Finals errechnet. Meist handelt es sich um Ablese- oder Zählaufgaben (z. B. Daten von Informationstafeln, Hausnummer des benachbarten Gebäudes, Anzahl der Bäume am Platz). Es können an den Stationen aber auch Hinweise hinterlegt oder schwierigere Aufgaben zu lösen sein. Bei dieser Variante des Multi-Caches läßt sich das Final oft auch dann noch ermitteln, wenn eine Aufgabe nicht gelöst werden konnte. Als Hilfsmittel sind ein Notizblock und ein Taschenrechner (Smartphone) sinnvoll. Inzwischen (2016) sind auch Aufgaben verbreitet, die ein Smartphone mit entsprechenden Apps erfordern, z. B. Scannen eines Barcodes oder QR-Codes, ohne daß in der Beschreibung darauf hingewiesen wird.

Häufiger erhält die Beschreibung nur die Koordinaten des ersten Hinweises. Dort muss man dann eine Aufgabe lösen, um die Koordinaten der nächsten Station zu erhalten. Aufgaben können in der Cachebeschreibung angegeben sein (Offset Cache) oder im Auffinden von Dosen bestehen, die weitere Informationen enthalten. Bei dieser Variante besteht ein höheres Risiko, daß man abbrechen muss, wenn eine Aufgabe nicht lösbar ist.

Ein Multi-Cache kann zum einen einer interessanten "geführten Wanderung" entsprechen, bei der die Landschaft bzw. "Sight-Seeing" im Vordergrund steht. Zum anderen kann aber auch der Erlebniswert durch anspruchsvoll und originell gestaltete Zwischenstationen so erhöht werden, dass die spezielle Lokalität gegenüber dem Such- und Rätselspaß eher nachrangig wird. Dies gilt vor allem (aber nicht nur) für viele Nachtcaches, die oft eher mit aufwendigen Stationen und einer anspruchsvollen und spannenden Suche "unterhalten" als mit besonderen landschaftlichen Höhepunkten und schönen Aussichten.

Manche Cacher versuchen mit der Herforder Methode, Multicaches ohne die Zwischenstationen zu finden.

Offset Cache[Bearbeiten]

Eine Variante vom Multi Cache ist der Offset Cache. Die Grenzen zwischen beiden sind fließend. Bei einem Offset Cache findet man an den angegebenen Koordinaten Zahlen auf einem bereits vorhandenen Objekt (z. B. Jahreszahlen an einem Denkmal, Kilometerangaben auf einem Wegweiser, Wortwerten usw.), aus denen mit den Formeln aus der Beschreibung die Koordinaten der nächsten Station oder des Caches errechnet werden.

Im Gegensatz zum Multi Cache, bei dem ein oder mehrere (Micro-)Caches mit den Koordinaten (oder Hinweisen zu ihrer Berechnung, bzw. Peilung) der jeweils nächsten Station und letztendlich des eigentlichen Caches gefunden werden müssen, werden bei einem Offset Cache nur vorhandene Objekte als "Hinweisgeber" verwendet.

Es gibt auch Multi Caches, die aus einer Kombination von Microdosen und anderen Hinweisen bestehen. Ein Offset Cache ist kein eigener Cachetyp, sondern wird als Multi Cache gelistet.

Nachtcache oder Nightcache[Bearbeiten]

Der Nachtcache ist eine Variante des Multi-Cache, der so aufgebaut ist, daß er nur in der Dunkelheit gespielt werden kann. Es gibt ihn nicht als eigenen Cachetyp.

Siehe Nightcaching.

Letterbox Hybrid[Bearbeiten]

Dieser Geocache-Typ ist eine Hommage an eine ältere Form der Schnitzeljagd. Ein Letterbox-Hybrid erfordert die wesentliche Nutzung eines GPS-Gerätes, zumindest für einen Teil der Suche. Hinweise im Letterbox-Stil können verwendet werden, um die Suchenden zum Behälter zu führen, aber nur, wenn begleitend auch die genauen Koordinaten des Verstecks angegeben werden. Der Behälter eines Letterbox-Hybrids muss einen Stempel enthalten, der im Geocache verbleibt und von Letterboxern zum Stempeln ihrer persönlichen Letterboxing-Bücher verwendet werden kann. Ein Letterbox-Hybrid-Geocache kann auch ohne Verwendung eines Stempels als "Fund" geloggt werden.

Die auf Geocaching.com gelisteten "Letterbox Hybrid"-Caches können optional als Letterboxen auch auf der deutschen Letterboxing-Seite oder einer internationalen Letterboxing-Seite (Letterboxing.org) eingetragen werden.

Mystery oder Rätselcache[Bearbeiten]

Rätselcaches, im Sprachgebrauch auch "Mystery", "Puzzle-Cache" oder "Ratehaken" genannt, hießen bei Geocaching.com früher offiziell "Unknown" Cache.

Die angegebenen Koordinaten sind nicht die des eigentlichen Versteckes, sondern befinden sich meist lediglich in der Nähe. Um die Finalkoordinaten zu erhalten, muss zuerst ein Rätsel gelöst werden. Hierbei gibt es mittlerweile eine ziemlich große Bandbreite: Sudokus, verschlüsselte Texte und Kodierungen aller Art, Steganographie, Rechercheaufgaben, mathematische Fragestellungen, Denksportaufgaben und Quiz, um nur einige zu nennen. Danach kann es wie ein Traditional zu den Koordinaten gehen, oder es beginnt ein Multi- oder auch ein Nachtcache.

Früher wurden auch Caches, für die eine besondere Log-Bedingung (z. B. Foto) gilt, als "Unknown" Cache geführt. Dies ist nach einer Änderung der Guidelines von Geocaching.com (Wegfall von Logbedingungen im April 2009) nicht mehr möglich. Es sind nur noch bei Challenge-Caches zusätzliche Logbedingung möglich.

Groundspeak HQ[Bearbeiten]

Groundspeak Hauptquartier Caches. Eine spezielle Variante von Mystery-Caches für Besucher der Groundspeak-Firmenzentrale.

Wherigo Cache[Bearbeiten]

Bei einem Wherigo Cache ist das Benutzen einer interaktiven Wherigo-Cartridge in einem Wherigo Player integraler Bestandteil zum Lösen des Caches. Wie bei den recht ähnlichen Multicaches und Mysterycaches muss es auch bei diesem Cachetyp am Ende eine Dose mit Logbuch geben.

Pro Cache wird eine sogenannte Cartridge von der Wherigo-Webseite verlinkt, die der Cache-Owner erstellt hat. Wird diese unterwegs im Player abgespielt, so stellt diese dann Aufgaben zur Verfügung, deren Lösung den Spieler zum Cache führen.

Anders als bei normalen Aufgaben aus einer Cachebeschreibung können hier die tatsächliche Position oder zeitabhängige Effekte berücksichtigt werden.

Virtual Cache[Bearbeiten]

Ein Punkt ohne Dose und Logbuch. Der Fund wird entweder durch Beantworten einer in der Beschreibung gestellten Frage belegt, deren Antwort nur vor Ort ermittelt werden kann, oder durch ein Foto von dem loggenden Cacher und/oder seinem GPS-Empfänger am entsprechenden Ort. Dieser Cachetyp ist empfehlenswert für Orte, an denen kein Cache versteckt werden kann/darf (z. B. Naturschutzgebiet, Kulturdenkmal). Geocaching.com listet seit November 2005 keine neuen Virtuals mehr, während andere Cachedatenbanken sie uneingeschränkt zulassen. Eine Liste von Virtual Caches befindet sich bei den Caches nach Themen.

Earth Cache[Bearbeiten]

"EarthCaches" sind Caches ohne Dose und Logbuch. Ihre Koordinaten führen den Cacher zu geologisch interessanten Orten, an denen er etwas über die Entstehung und den Aufbau der Erde, ihre Gesteinsformen und die Wandlungen der Erdkruste und ihrer Gesteine durch die Zeit erfahren kann. Sie sind bei Geocaching.com ein eigenständiger Cachetyp, der in Form eines Traditional (eine einzige zu besuchende Koordinate) oder eines Multi (mehrere zu besuchende Koordinaten/Stages) gestaltet sein kann.

Das Konzept der EarthCaches wurde von Gary Lewis (Geoaware) in Zusammenarbeit mit der "Geological Society of America" entwickelt. Der erste EarthCache wurde am 10. Januar 2004 in Australien gelegt. [1] EarthCaches werden vor der Freischaltung von speziellen Reviewern, den Geoawares überprüft. Abkürzungen im Namen, wie z. B. GeowareUSA, verraten den Zuständigkeitsbereich des Reviewers. Die für den deutschen Sprachbereich zuständigen Reviewer nennen sich GeoawareDE.

Die Koordinaten eines EarthCaches führen zu einem oder mehreren Orten, an denen ein besonderes geologisches Phänomen zu besichtigen ist. Dort befindet sich jedoch kein Cachebehälter, sondern es müssen Fragen zum vorgestellten Phänomen beantwortet werden. Die Fragen sollen so gestellt sein, dass ihre Beantwortung gleichzeitig ein Anwesenheitsbeweis ist. Die Antworten sendet man an den Besitzer des EarthCaches und dann kann sofort geloggt werden. Der Besitzer des EarthCaches ist gehalten, sich bei falsch beantworteten Fragen zu melden und dem Cacher zu helfen, seine Antworten zu korrigieren. Der Cacher sollte sich Bemühen, die Fragen richtig zu beantworten. Im Mittelpunkt eines EarthCaches steht der Wissensgewinn über die Entstehung und Formung unserer Erde.

In Deutschland haben sich allerdings Sonderregeln eingebürgert. Viele EarthCaches verlangen ein Foto als Anwesenheitsbeweis und die ausdrückliche Logerlaubnis durch den Cacheowner vor der Abfassung des Logs. Einige Cachebesitzer nutzen Autoresponder, die das Einsenden falscher Antworten verhindern. Diese Sonderregeln sind im Januar 2011 ausdrücklich verboten worden. Löschen Cachebesitzer Logs mit Hinweis auf fehlende Beweisfotos oder falsche Antworten, ohne mit den Cachern in Verbindung zu treten, verstößt dies gegen die Richtlinien der EarthCaches. Gerechtfertigt sind Loglöschungen dann, wenn der Cacher trotz Aufforderung und Hilfestellung durch den Cachebesitzer keine richtigen Antworten einsendet. Vgl. dazu: http://www.gc-reviewer.de/wie-erfolgt-die-logfreigabe-bei-einem-earthcache/

Informationen zu den EarthCaches sowie die Richtlinien finden sich hier: http://www.earthcache.org oder auf deutsch: http://www.gc-reviewer.de/earthcaches/

Webcam Cache[Bearbeiten]

Webcam Caches sind eine Variante von virtuellen Caches. Gefunden werden Webcam Caches, indem man sich vor die entsprechende Kamera stellt, das Bild aus dem Internet speichert und dann in die jeweilige Cachedatenbank eingibt. Bei Geocaching.com werden neue Webcam Caches nicht mehr aufgenommen, bestehende können jedoch noch geloggt werden.

Derzeit (Mitte 2016) sind auf opencaching.de für ganz Deutschland etwa 360 Webcam Caches gelistet, bei Geocaching.com noch etwa 90.

Reverse Cache[Bearbeiten]

Dieser Cachetyp wird auch als Reverse Virtual Cache oder Locationless bezeichnet. Ein gesuchtes Objekt ist vorgegeben, gesucht wird die Position. Das Objekt kann zum Beispiel ein Wasserturm, eine gelbe Telefonzelle oder eine Solaranlage sein. Zum Loggen benötigt man ein Foto auf dem das gesuchte Objekt und das GPS-Gerät zu sehen sind. Dieses wird zusammen mit den ermittelten Koordinaten hochgeladen. Bei Geocaching.com ist Reverse Cache kein gültiger Cachetyp mehr.

Safari-Cache[Bearbeiten]

Gegenstück des Reverse Cache bei opencaching.de. Hier gilt es, irgendwo in der realen Welt ein Objekt, das eine bestimmte Eigenschaft erfüllt, zu finden und mit Koordinaten und Foto zu dokumentieren. Beispiele: Bismarckdenkmale; Löwenskulpturen; gelbe Telefonzellen. Die Logs bilden dann zusammen eine Liste solcher Objekte. Ein bestimmtes Objekt darf dabei nur einmal gelogt werden. Da eine derartige Aufgabe keine klar definierte geografische Position besitzt und sich schlecht in eine Cache-Datenbank einfügt, wurde zur besseren Übersicht eine größere Anzahl Safari-Caches gebündelt im Bodensee bei Friedrichshafen sowie in der Ostsee nördlich von Rügen platziert.

Event Cache[Bearbeiten]

Ein Event Cache ist ein Treffen für Geocacher. Dies können einmalige Events oder auch regelmäßige Stammtische sein. Die angegebenen Koordinaten bezeichnen den Treffpunkt.

Event Caches sind zum Kennenlernen von Cachern und zum Gedankenaustausch gedacht. Es gibt auch Events mit Cacheprogramm, wie z. B. die CITO-Events. Oftmals wird eine Box bereitgestellt, in der man Travelbugs, Geocoins oder andere Gegenstände tauschen kann. Auf den Events wird auch ein Logbuch herumgereicht.

Ein jährlich wiederkehrender, überregionaler Event Cache ist z. B. die Deutsche Stadtmeisterschaft. Es gibt auch jährlich wiederkehrende Mehrfach-Events wie den Dönerstag oder den WorldWideFlashMob.

Ein Event Cache wird mit dem besonderen Logtyp Attended als gefunden geloggt.

Mega Event[Bearbeiten]

Bei Geocaching.com gibt es eine spezielle Kategorie (und ein extra Icon) für große Events mit mehr als 500 Teilnehmern. Das erste Österreichische Mega-Event fand vom 19. bis 21. Juni 2009 in Salzburg statt und trug den Namen GEO-FORTRESS. Das erste Mega Event in Deutschland fand am 9. Juni 2007 in Bochum statt: MegaPott GeOlympics 2007. Das erste Mega Event in Europa war das Geocaching Multi Event 2007.

Giga Event[Bearbeiten]

Giga Event ist eine Erweiterung vom Mega Event. Ein Giga Event hat 5000 Teilnehmer oder mehr. Das erste Giga Event Mia san giga! fand am 16.08.14 in München statt.

Groundspeak Block Party[Bearbeiten]

Eine sich jährlich wiederholende Geocaching-Party in Seattle organisiert vom Geocaching HQ Team.

Cache In Trash Out Event[Bearbeiten]

Ein Cache In Trash Out Event ("CITO-Event") ist ein eigenständiger Cachetyp auf Geocaching.com. Es handelt sich um einen Event, bei dem Müll aus einem vorher festgelegten Geländebereich geräumt wird und stattdessen Caches gelegt werden. Traditionell wird er im Frühjahr veranstaltet.

Lost and Found Event[Bearbeiten]

Zum zehnjährigen Jubiläum des Geocaching am 2. Mai 2010 gab es zahlreiche Events, die mit einem eigenen Logo bei Geocaching.com angezeigt werden.

Sonstige Cachetypen[Bearbeiten]

Project APE Cache[Bearbeiten]

Gesponsorte Cacheserie zum Film "Planet der Affen" in Zusammenarbeit mit den Fox Studios. APE steht für "Alternative Primate Evolution". Von den ursprünglich 13 Caches die 2001 von projectAPE gelegt wurden ist nur noch einer aktiv: Mission 4: Southern Bowl in Brasilien, ca. 200 km südwestlich von Sao Paulo im Naturschutzgebiet Intervales State Park.

GPS Adventures Exhibit[Bearbeiten]

Eine spezielle Ausstellung zum Thema Geocaching. Für den 1. Juni 2013 war für das Mega Event in Oberösterreich "Projekt Twentythirteen!" die erste Ausstellung in Europa angekündigt, die dann aber nicht realisiert wurde. Es hat 2013 eine Ausstellung in Prag "GPS MAZE EUROPE - Czech Republic" und 2015 eine in Mainz gegeben "GPS MAZE EUROPE - Germany".

NGS Benchmark[Bearbeiten]

Schon bekannte oder neue Punkte der US-Landvermessung müssen aufgesucht werden.